Ermittlungsverfahren

Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens setzt einen Anfangsverdacht voraus.

Dem Beschuldigten ist vor Abschluss der Ermittlungen Gelegenheit zu geben, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern (rechtliches Gehör). Hier werden die Weichen für das weitere Verfahren gestellt. Der Beschuldigte muss entscheiden, ob er zu den ihm gemachten Vorwürfen Stellung nimmt oder sich auf sein Schweigerecht beruft.

Viel zu oft wird der nicht von einem Rechtsanwalt verteidigte Beschuldigte sich entlasten wollen und ohne Kenntnis der Ermittlungsakte Einlassungen tätigen, die letztlich zu seiner Verurteilung führen. Daher sollte der Beschuldigte bereits zu dieser Zeit einen Rechtsanwalt beauftragen, selbst wenn dessen Auftrag lediglich auf eine Akteneinsicht beschränkt ist. Erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte kann beurteilt werden, welche Verteidigungsstrategie zu verfolgen ist.

Das Ermittlungsverfahren endet mit der Einstellung des Verfahrens, einer Anklage oder dem Antrag auf Erlass eines Strafbefehls.